
Max van Dorsten
Förderpreisträger 2026
Noch im letzten Sommer gehörte Max van Dorsten der Gruppe von Studierenden der Kunstakademie Münster an, die zur DIE GROSSE 2025 eingeladen wurde. Ein Jahr später kehrt der Nachwuchsfotograf zurück und erhält den Förderpreis.
Diese Geschichte der Verbundenheit passt gut zu unserer Ausstellung, die von der langfristigen Beziehung zu den Kunstschaffenden der Region lebt.
Noch am Anfang seines Studiums malte van Dorsten klassisch in Öl, auf der Basis von Fotografien, die er als visuelle Stütze einsetzte. Schnell merkte er jedoch, dass die Fotos nah genug an seiner Intention standen und keine weitere mediale Übersetzung benötigten. Er konzentrierte sich von da an auf die Fotografie.
Van Dorstens Kunst steht am Übergang der Fotografie zur Malerei. Ihren Bezug zur Abstraktion merkt man den klein- und mittelformatigen Fotografien an. Mithilfe von digitalen Werkzeugen verändert er die Farbigkeit und die Lichtsituation seiner Aufnahmen, bis der Raum reduzierter und flacher erscheint.
Das Schwarze der Nacht bildet der kontrastreiche Hintergrund, worauf ein vereinfachtes Hausprofil, ein grell beleuchteter Busch oder die stille Fassade eines Gebäudes sich abhebt. Es entsteht eine befremdliche Künstlichkeit, die die Nachtszenen in die Nähe eines Krimi- oder Gruselfilms rücken lassen. Aber das Atmosphärische interessiert Max van Dorsten wenig – für ihn sind die Motive ein Anlass, sich mit Formfragen auseinanderzusetzen.