Exponat 13: Malte van de Water, «blue checkered…»

Malte van de Water

blue checkered…

Wilde Farbeinsprengsel, akkurate Malflächen, strukturreiche Abdrücke, und dazwischen geometrische Zeichen und Raster, die wie geplottet wirken: Das lange Bild von Malte van de Water dekliniert einige Möglichkeiten der Malerei und der Grafik durch.

Es handelt sich um einen Polyptychon, also um ein Bild in mehreren Teilen. Jedes der vier Teile wurde individuell realisiert und stellt jeweils die Erprobung eines Stilelements, einer spezifischen Maltechnik, eines Duktus oder einer Bildsprache vor.

Malte van de Water studierte Malerei an der Kunstakademie Münster und betreibt seit ein paar Jahren eine Art hybrider Kunst, die die Tradition der ungegenständlichen Malerei mit neueren, technologischen Errungenschaften bereichert. Er mischt analoge und digitale Techniken, setzt sowohl den Pinsel und die Bürste als auch die Gestaltungstools seines Rechners ein, und verortet damit seine Praxis zwischen computerbasierter Komposition und traditioneller, abstrakter Kunst.

Auch wenn er sich nicht als digitaler Künstler versteht, nutzt Van de Water den Computer als Skizzenbuch. Dies erlaubt ihm, die größtmögliche Bandbreite an Stilelementen zu finden, Werkzeuge und malerische Effekte schnell auszuprobieren, zu speichern, zu duplizieren, zu modifizieren oder zu löschen. Das Werk in Entwicklung ist wie ein Register der malerischen Optionen, ein Lexikon der Gesten, Spuren und Verfahren, die der junge Maler systematisch erkundet.